PatchMon v2.1.1 bis v2.1.3: Maintenance-Releases bringen Bugfixes für SSO, Webhooks und Compliance
Direkt im Anschluss an das große v2.1.0-Release hat das Entwicklerteam von PatchMon mit den Versionen v2.1.1, v2.1.2 und v2.1.3 drei schnelle Bugfix-Updates veröffentlicht. Während das Hauptrelease v2.1.0 massive Architektur- und Performance-Änderungen mit sich brachte, kümmern sich die Point-Releases um die Beseitigung von Unschärfen bei Single Sign-On (SSO), Benachrichtigungen und der Compliance-Infrastruktur.
Die beste Nachricht für Betreiber: Bei allen drei Versionen handelt es sich um reine In-Place-Updates. Es sind keine Änderungen an der docker-compose.yml und keine manuelle Updates der Agents erforderlich.
Die zentralen Verbesserungen in den Updates
1. SSO-Stabilisierung für ADFS und Microsoft Entra ID
Beim OIDC-basierten Single Sign-On kam es bei spezifischen Anbietern zu Login-Abbrüchen:
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Microsoft ADFS: ADFS übermittelt Einzelwerte in Claims (wie E-Mails) häufig als JSON-Array. PatchMon akzeptierte bisher nur Strings und brach den Login ab. Dies wurde korrigiert.
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Microsoft Entra ID (Azure AD): Da Entra ID standardmäßig keinen
email_verified-Claim mitsendet, schlug die Auto-Erstellung von Accounts fehl. PatchMon wertet nun das Microsoft-Signalxms_edov(Email Domain Owner Verified) aus, was das Setup ohne Sicherheitskompromisse ermöglicht.
2. Webhooks für Mattermost & Rocket.Chat
Webhooks an Plattformen wie Mattermost oder Rocket.Chat quittierte der Server bisher mit einem HTTP 400 Error. PatchMon erkennt diese Endpunkte ab v2.1.3 automatisch anhand des /hooks/-Pfads in der URL und passt das Payload-Format an. Generische Webhooks wurden zudem um ein Top-Level text-Feld ergänzt, um out-of-the-box mit Slack-kompatiblen Ingest-Servern zu harmonieren.
3. Compliance-Fixes für Proxmox LXC
Bei Instanzen außerhalb des offiziellen Docker-Containers (insbesondere bei der Nutzung des populären Proxmox LXC-Installationsskripts) meldete die Plattform fälschlicherweise leere Verzeichnisse für Compliance-Regelwerke und antwortete mit einem HTTP 503. Ab v2.1.3 werden die Versionsdaten direkt aus den Datastreams gelesen, sodass die Auswertung auf LXC-Containern wieder reibungslos funktioniert.
4. Beseitigung des „Stale“-Status bei Laptops
Clients, die in den Energiesparmodus versetzt wurden (z. B. Notebooks im Feierabend), wurden vom Server nach dem Aufwachen tagelang als inaktiv/veraltet („stale“) geführt. Der Server prüft nun beim Reconnect des Agents, ob das Update-Intervall überschritten wurde, und fordert im Bedarfsfall sofort einen frischen Statusbericht an.
5. Wiederherstellung der Supply-Chain-Attestierung
Aufgrund eines Fehlers im Build-Prozess wurden die Releases v2.1.0, v2.1.1 und v2.1.2 ohne SHA256-Prüfsummen, SBOMs (Software Bill of Materials) und Provenance-Attestierungen ausgeliefert. Mit Version v2.1.3 sind sämtliche Signatur- und Lieferketten-Sicherheitsdateien wieder regulär in den Github-Downloads enthalten.
Fazit & Update-Empfehlung
Die Point-Releases v2.1.1 bis v2.1.3 unterstreichen das hohe Tempo, mit dem das PatchMon-Projekt Kinderkrankheiten nach großen Versionssprüngen behebt. Allen Betreibern von v2.1.0 wird ein zügiges Update auf v2.1.3 empfohlen, um von den SSO- und Alerting-Fixes zu profitieren.
Offizielle Release-Übersicht: GitHub PatchMon Releases

