PatchMon v2.1.0: Neues Release bringt massives Performance-Tuning
PatchMon v2.1.0 veröffentlicht: Performance-Explosion, neue Agent-Timeline und gehärtete Security
Das Entwicklerteam hinter dem Open-Source-Patch-Management-Tool PatchMon hat die Version v2.1.0 freigegeben. Das Release legt den Fokus primär auf Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit bei großen Serverflotten (1.000+ Hosts) und eine grundlegende Überarbeitung der Agent-Kommunikation sowie der Sicherheitsarchitektur.
🛠️ Achtung beim Upgrade: Manuelle Anpassung der docker-compose.yml
Da PatchMon die eigene docker-compose.yml nicht automatisch überschreibt, müssen Betreiber vor dem Ausführen von docker compose pull && docker compose up -d drei Zeilen manuell anpassen:
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Server-Port-Mapping:
- "${PORT:-3000}:${PORT:-3000}"(bisher:"3000:3000") -
Server-Hostname:
hostname: patchmon-server(neu hinzufügen) -
Guacd-Image-Tag:
image: guacamole/guacd:1.6.0(bisher::latest)
Hinweis zur Datenbank-Migration: Beim ersten Start nach dem Update führen große Host-Flotten Index-Rebuilds durch. Auf langsamen Datenträgern kann der Bootvorgang einige Minuten dauern, in denen PatchMon keine Anfragen entgegennimmt.
Die wichtigsten Neuerungen in PatchMon v2.1.0
1. Extrem reduzierte Network-Payloads (2 MB ➔ 1 KB)
Bisher übermittelten Agents bei jedem Check-in den kompletten Inventarbestand. Ab v2.1.0 senden aktualisierte Agents nur noch deltabasierte Änderungen. Der Datenverkehr pro Routine-Check-in sinkt dadurch von 2 MB auf ca. 1 KB. Zur Nachverfolgung ersetzt die neue Agent Activity Timeline die alten Tabs für Paketberichte und Warteschlangen.
2. Präzisere Host-Zustände und Live-Uptime
Das Dashboard trennt den Systemstatus nun in vier eindeutige Indikatoren:
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Connection: Verbindung zum Server (reagiert nun innerhalb von Sekunden via WSS).
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Reporting: Frische der übermittelten Daten.
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Reboot Pending: Ausstehender Systemneustart.
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Updates: Ausstehende Sicherheitspatches oder normale Updates.
Zudem wurde der Zustand Awaiting Data eingeführt: Hosts ohne Paketdaten verfälschen nicht mehr die Kategorie „Up to date“.
3. Zuverlässige Patch-Ausführung (Keine Hänger mehr)
Stalled Patch-Runs gehören der Vergangenheit an. Über den neuen Umgebungsparameter PATCH_RUN_STALL_TIMEOUT_MIN (Standard: 30 Minuten) werden blockierte Updates automatisch beendet. Der Button Stop Run bricht den Prozess nun auch dann garantiert ab, wenn der Agent offline ist oder blockierte Child-Prozesse im Hintergrund hängen.
4. Umfassende Fixes für Windows & Linux-Paketmanager
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Windows Registry-Fix: Ein einziges Null-Byte-Zeichen in der Registrierung (oft erzeugt durch Drittanbieter-Agents wie MeshCentral) führte bisher dazu, dass der gesamte Bericht verworfen wurde. Dies wurde gefixt.
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Linux/BSD-Anpassungen:
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RHEL/Fedora/Rocky: Korrekte Handling von DNF-Bannern, Erfassung von RLSA-Sicherheitsmeldungen.
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Debian/Ubuntu: Volle Unterstützung für
deb822-Sources und korrekte Handhabung von Kernel-Meta-Paketen. -
Arch/Manjaro: Funktionsfähig ohne installiertes
pacman-contrib. -
LXC-Container: Uptime zeigt nun die echte Container-Laufzeit anstelle der Laufzeit des Proxmox-Hosts.
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5. Sicherheits-Härtung (Security & SSO)
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IP-Spoofing-Schutz: Über
TRUSTED_PROXY_RANGESlässt sich festlegen, welchen Upstream-Reverse-Proxies (z. B. Cloudflare hinter Nginx Proxy Manager) vertraut wird, um echte Client-IPs für Rate-Limiting und Lockouts auszuwerten. -
Session-Binding & Revocation: Ausgestellte Tokens sind strikt an Sitzungen gebunden. Das Abmelden, Ändern von Passwörtern oder Deaktivieren von Konten greift ab sofort unverzüglich.
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E-Mail / SMTP: Explizite Auswahlmöglichkeiten für TLS (STARTTLS, SSL/TLS, None, Auto) verhindern das ungesicherte Versenden von Benachrichtigungen über fehlerhafte Relays.
Neue Umgebungsvariablen (.env)
| Variable | Standardwert | Zweck |
TRUSTED_PROXY_RANGES |
(leer) | CIDRs für verkettete Reverse Proxies zur echten IP-Ermittlung |
PATCH_RUN_STALL_TIMEOUT_MIN |
30 |
Minuten bis ein hängender Patch-Run als abgebrochen markiert wird |
AGENT_REPORTS_RETENTION_DAYS |
30 |
Aufbewahrungsdauer der Agent-Activity-Historie (7–365 Tage) |
SESSION_INACTIVITY_TIMEOUT_MINUTES |
(inaktiv) | Automatischer Logout bei Inaktivität (0 = deaktiviert) |
Fazit
Mit dem Update auf v2.1.0 beweist das PatchMon-Team rund um Lead-Entwickler Iby, dass die Software reif für den anspruchsvollen Enterprise-Einsatz ist. Wer eine performante On-Premise-Alternative zu kommerziellen Patch-Management-Lösungen sucht, sollte das Update zeitnah einspielen.
Offizielle Release-Notes & Discussion: GitHub PatchMon Tag v2.1.0




