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Pulse for Proxmox ist ein leichtgewichtiges, echtzeitfähiges Dashboard zur Überwachung von Proxmox-Umgebungen. Es liefert Live-Metriken zu CPU, Arbeitsspeicher, Netzwerk und Festplatten, sowohl für einzelne Hosts als auch für virtuelle Maschinen und Container – alles übersichtlich in einer webbasierten Oberfläche. Dank WebSockets sind die Informationen stets aktuell, und das Dashboard ist auch mobil nutzbar.

Homepage vom Projekt: https://github.com/rcourtman/Pulse

Was macht Pulse besonders?

  • Echtzeit-Dashboard ohne Verzögerung

  • Multi-Node-Überwachung zentral gebündelt

  • Ressourcenschonend – läuft schon mit minimalem RAM

  • Open Source und kostenlos

  • Einfache Installation via Docker, Docker-Compose oder Script


Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation

1. Voraussetzungen

  • Eine laufende Proxmox-VE-Installation mit API-Zugriff

  • Docker (mind. 20.10.0+) – oder alternativ Zugriff auf die Shell, Github-Script oder Docker-Compose

  • Ein API-Token mit PVEAuditor-Rechten (oder höher, wenn zusätzliche Features wie VM-Disk-Monitoring genutzt werden sollen)


2. API-Token erstellen

  1. Proxmox-Webinterface öffnen → Datacenter → Permissions → Users
    → Benutzer (z. B. pulse-monitor) anlegen

  2. Dann zu Datacenter → Permissions → API Tokens → neuen Token erstellen (z. B. pulse)

  3. Privilegtrennung aktivieren, Token sichern (wird nur einmal angezeigt)

  4. Rechte zuweisen: PVEAuditor-Rolle für den Token auf dem Pfad /


3. Installation via Docker-Run

Eine der schnellsten Methoden:

curl -O https://raw.githubusercontent.com/rcourtman/pulse/main/.env.example
mv .env.example .env
nano .env
# Hier PROXMOX_HOST, PROXMOX_TOKEN_ID und PROXMOX_TOKEN_SECRET eintragen
docker run -d \
-p 7655:7655 \
–env-file .env \
–name pulse \
–restart unless-stopped \
rcourtman/pulse:latest

Anschließend im Browser die Adresse http://localhost:7655 öffnen und Pulse verwenden.


4. Alternativ: Docker-Compose Beispiel

Bei mehreren Knoten oder komplexerer Umgebung:

version: '3.8'
services:
pulse-server:
image: rcourtman/pulse:latest
container_name: pulse
restart: unless-stopped
ports:
- "7655:7655"
environment:
- PROXMOX_HOST=deine-proxmox-adresse
- PROXMOX_TOKEN_ID=dein_token_id
- PROXMOX_TOKEN_SECRET=dein_token_secret
volumes:
- pulseproxmoxdata:/data
volumes:
pulseproxmoxdata:
external: false

5. Installation per Community-Script (manuell ohne Docker)

Wenn du lieber direkt auf dem Host installieren willst:

bash -c "$(wget -qLO - https://github.com/community-scripts/ProxmoxVE/raw/main/ct/pulse.sh)"

Dieses Script erstellt einen eigenen Nutzer, zieht das Repository, installiert Abhängigkeiten, richtet systemd ein und legt ein .env-File an – inklusive der Platzhalter für PROXMOX_HOST, TOKEN_ID, SECRET etc.


6. Konfiguration & erster Start

  • Nach der Installation erreichst du das Dashboard unter http://<host>:7655

  • Setze im UI ein Passwort über das Quick Security Setup

  • Für Features wie VM-Disk-Monitoring: QEMU-Guest-Agent in den VMs aktivieren und sicherstellen, dass dein Token die nötigen Rechte hat


7. Häufige Probleme & Lösungen

Problem Mögliche Lösung
Login-Probleme nach Absicherung Prüfen, ob der bcrypt-Hash exakt 60 Zeichen hat und korrekt escaped ist
Keine .env-Datei im /data-Verzeichnis (Docker) Bei Verwendung von ENV-Variablen wird keine Datei erzeugt – nur bei Quick Setup oder Passwortänderung
Verbindungsprobleme zum Proxmox-API API-Erreichbarkeit prüfen, Tokenrechte kontrollieren, ggf. Firewallports öffnen
Hohe CPU-/RAM-Auslastung Poll-Intervall in den Einstellungen reduzieren, ungenutzte Funktionen abschalten
Fehler mit Proxmox 9 Pulse in aktueller Version verwenden und Setup ggf. neu starten

Fazit

Pulse for Proxmox ist eine ideale Ergänzung zur nativen Proxmox-Oberfläche – besonders für Multi-Node-Installationen, Homelab-Enthusiasten und Admins, die eine schlanke, zentrale Echtzeit-Übersicht wünschen. Die Installation ist flexibel: Docker-basiert für schnelle Deployments, Script-basiert für manuelle Kontrolle. Mit wenigen Schritten lässt sich das Dashboard aufsetzen, absichern und erweitern.

Pro-Tipp: API-Token mit PVEAuditor und Gastagent in den VMs aktivieren: So erhältst du wirklich vollständige Metriken – auch innerhalb der VMs.

Also: Richte Pulse ein und genieße eine klare Übersicht über deinen Proxmox-Stack!

Was ist NotebookLM?

NotebookLM ist ein KI-gestützter „Forschungs-Notizblock“ von Google. Die Plattform analysiert von dir ausgewählte Quellen (z. B. PDFs, Google-Docs, Webseiten) und hilft dir, Inhalte zu verstehen, zu strukturieren und in nützliche Artefakte wie Study Guides, Briefings, Mind Maps, Audio- oder Video-Overviews zu verwandeln. Alle Antworten sind quellengebunden und mit Zitaten versehen, sodass du direkt zu den entsprechenden Stellen springen kannst.

NotebookLM


So organisierst du Wissen in NotebookLM

Quellen einbinden & verwalten

  • Quellenarten: Google Docs/Slides, PDFs, Text- oder Weblinks (als statische Kopie im Notebook).

  • Limits: Bis zu 50 Quellen, maximal 500.000 Wörter, einzelne Dateien bis 200 MB.

  • Auswahl pro Aufgabe: Du kannst festlegen, welche Quellen für eine Antwort berücksichtigt werden.

Chat, Zitate & Notizen

  • Chat mit deinen Quellen: Stelle Fragen, bitte um Zusammenfassungen, Vergleiche oder Lernpläne – die Antworten enthalten klickbare Zitate.

  • Notizen („Notes“):

    • Save to note speichert eine Chat-Antwort unverändert mit allen Belegen (nicht editierbar).

    • Eigene Notizen sind frei editierbar (z. B. für Exzerpte oder Gliederungen).

    • Bis zu 1.000 Notizen pro Notebook möglich.

Studio-Panel: Artefakte auf Knopfdruck

Im Studio erzeugst du strukturierte Outputs – etwa Study Guides, Briefings, FAQs, Timelines, Mind Maps sowie Audio- und Video-Overviews. Es lassen sich auch mehrere Outputs desselben Typs im selben Notebook anlegen und gezielt teilen.


Verstehen & Präsentieren: Mind Maps, Audio & Video

Mind Maps

Erzeuge interaktive Mind Maps aus deinen Quellen – ideal, um Zusammenhänge zu erkennen und Themen schnell zu erfassen.

Audio Overviews

Lass dir Inhalte als dialogisches Audio erklären – wähle den Ton, die Tiefe und die Sprache. Perfekt, um unterwegs zu lernen.

Video Overviews

Aus deinen Quellen entstehen visuell gestaltete, vertonte Präsentationen mit automatisch ausgewählten Bildern, Diagrammen, Zitaten und Zahlen. Ideal, um komplexe Themen anschaulich darzustellen.


Teilen & Zusammenarbeit

  • Öffentliche Notebooks: Per Link freigeben – Betrachter können mit den Quellen interagieren und bereitgestellte Artefakte ansehen.

  • Gezieltes Teilen von Artefakten: Audio- oder Video-Overviews lassen sich separat freigeben oder herunterladen.

  • Nutzungs-Analysen: Bei öffentlichen Notebooks kann der Besitzer sehen, wie oft Inhalte aufgerufen werden.


Vorteile auf einen Blick

  • Quellengebundene Genauigkeit: Antworten immer mit Belegen.

  • Schneller Strukturgewinn: Study Guides, Briefings, FAQs und Mind Maps in Minuten.

  • Multimodales Lernen: Audio- und Video-Overviews für verschiedene Lernstile.

  • Skalierbare Organisation: Viele Quellen und Notizen pro Projekt.

  • Flexibles Teilen: Öffentlich oder gezielt, mit optionalen Analysen.


Praxisbeispiele: So nutzt du NotebookLM effektiv

1) Studie & Prüfungsvorbereitung

  1. Vorlesungsunterlagen, Skripte, Fachartikel hochladen.

  2. Mind Map erstellen, um Themenbereiche zu erfassen.

  3. Study Guide mit Lernzielen und Verständnisfragen erzeugen.

  4. Audio Overview anhören, um Inhalte zu wiederholen.

  5. Video Overview für Lerngruppen freigeben.

2) Journalistische Recherche

  1. Berichte, Studien und Webseiten als Quellen sammeln.

  2. Im Chat gezielt Widersprüche und Trends abfragen.

  3. Briefing und FAQ im Studio erstellen.

  4. Kurzes Video Overview als Story-Pitch vorbereiten.

3) Kreatives Projekt (Roman, Spiel-Worldbuilding)

  1. Figuren- und Handlungsnotizen, Karten und Inspirationsquellen hochladen.

  2. Mind Map nutzen, um Beziehungen und Zeitlinien zu visualisieren.

  3. FAQ zur eigenen Welt generieren.

  4. Audio Overview nutzen, um Logiklücken zu entdecken.

4) Unterricht & Trainings

  1. Lehrmaterial hochladen und Study Guide erstellen.

  2. Für unterschiedliche Lernniveaus mehrere Audio Overviews generieren.

  3. Öffentliches Notebook für die Klasse bereitstellen.


Tipps & bewährte Workflows

  • Quellen kuratieren: Weniger, aber hochwertige und gut benannte Dateien verwenden.

  • Zielgruppen-Prompts: In Audio/Video-Overviews klar angeben, für wen und zu welchem Zweck sie erstellt werden.

  • Provenienz sichern: Wichtige Antworten immer als feste Note speichern.

  • Teilen mit Bedacht: Freigaben passend einstellen.

  • Mobil vs. Desktop: Manche Funktionen (z. B. Mind Maps, Video Overviews) sind derzeit nur am Desktop verfügbar.


Fazit

NotebookLM verbindet Recherche, Strukturierung und Präsentation in einem Werkzeug. Ob Studium, Projektarbeit oder kreative Ideen – mit den quellengebundenen Funktionen und den vielseitigen Ausgabemöglichkeiten wird aus rohem Material schnell ein verständliches, gut aufbereitetes Endprodukt.

Proxmox VE 9 – das bringt das neue Upgrade

Basis-Update

  • Basis ist Debian 13 „Trixie“, modern und sicher, mit aktuellen Bibliotheken und Hardwareunterstützung

  • Neuer Linux‑Kernel 6.14.8‑1, mit optimierter Performance, ARM64- und NVMe-Unterstützung sowie verbessertem RDMA-Support

️ Virtualisierungsstack

  • QEMU 10.0.2 bringt schnellere Live-Migrationen, bessere NUMA-/CPU-Awareness und Unterstützung neuer Features wie SEV/TDX

  • LXC 6.0.4 unterstützt jetzt standardmäßig cgroups v2, bessere Isolation, Netzwerk-Namespace-Feature und kompatibel mit unprivilegierten Containern

Speicher & Ceph

  • OpenZFS 2.3.3: Unterstützung für RAID‑Z Expansion ohne Neuaufbau, verbesserte Snapshot-Leistung und statistische Raumabschätzung

  • Ceph Squid 19.2.2 als neue Standard-Version (ersetzt Reef), mit verbesserter Stabilität und Cluster-Integration. Hervorragend für bestehende Cluster, sofern vorher Ceph upgegradet wird

Volumes & SDN

  • Snapshot-Unterstützung für thick‑provisioned LVM‑Volumes (z. B. iSCSI oder Fibre Channel), ideal für SAN-Setups – aktuell als Tech-Preview verfügbar

  • SDN Fabrics: neue Unterstützung für komplexe Netzwerk-Topologien (Spine‑Leaf, Full‑Mesh Ceph, VPN‑Unterlay), gesteuert über web UI/API

‍ GUI & Nutzererfahrung

  • Dunkles Theme ist nun standardmäßig aktiviert im Web‑Interface

  • Zahlreiche Bugfixes und Verbesserungen:

    • Fehlerbehebung bei SMTP‑Benachrichtigungen,

    • Stabilität im Login-Verhalten,

    • besseres Error‑Reporting bei fehlgeschlagenem Login,

    • GUI-features beim VirtIO vNIC wie Bridge MTU‑Übernahme,

    • Anpassungen beim Device‑Hotplugging und OVMF für aarch64-VMs

⚙️ Weitere Technik & Infrastruktur

  • Vollständige Entfernung von cgroup v1 – alle Container müssen cgroups v2 nutzen. GlusterFS wird nicht mehr unterstützt, weitere Legacy-Komponenten abgeschaltet

  • UEFI-/GRUB: Verbesserte Boot-Erkennung (insb. bei LVM) und sichereres Booten via TPM2/Verschlüsselung

  • NVIDIA vGPU: nur noch unterstützt mit Treibern der Version 570.158.02 oder neuer

  • CPU‑Microcode-Firmware: Das non-free Microcode-Repo ist standardmäßig aktiviert für Intel/AMD-Patches

Upgrade‑Pflege

  • In-Place-Upgrade wird unterstützt via APT („pve8to9“) für Proxmox VE 8.x → 9.0, inklusive Cluster-Support und Upgrade von Ceph‑Ref → Squid

  • Wichtige Upgrade-Hinweise zu Breaking Changes: Netzwerknamen, cgroup-Wechsel, LVM-Konflikte, GRUB-Probleme, NVIDIA vGPU und Legacy‑Storage. Ausbauempfehlungen im Wiki dokumentiert

Tutorial zum Upgrade von Proxmox VE 8.4 auf Proxmox VE 9.0 (aktuell aufbauend auf Debian 13 „Trixie“, Kernel 6.14), Vor dem Upgrade immer an einem Backup denken!


️ Übersicht & Vorbereitung

  • Wichtig: Erstelle vollständige und getestete Backups aller VMs und Container (z. B. mittels Proxmox Backup Server oder vzdump). Teste auch die Wiederherstellung in einer Lab-Umgebung

  • Stelle sicher, dass du mindestens 5 GB freien Speicherplatz auf dem Root-Dateisystem hast (10 GB empfohlen)

  • Verwende eine alternative Management-Verbindung wie IPMI, iKVM oder direkten Konsolenzugriff – SSH allein kann riskant sein, wenn der Netzwerkstack während des Upgrades neu konfiguriert wird


Testen des Upgrades

  • Richte eine Testinstanz ein (z. B. eine VM oder Testhardware mit Proxmox VE 8.4), und führe dort das Upgrade durch, bevor du es im Produktivsystem anwendest.

  • Führe das Script pve8to9 mehrfach aus (am besten mit --full), um potenzielle Problempunkte frühzeitig zu erkennen.


Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1: Checkliste & Vorarbeiten

  1. Sichere VMs/CTs vollständig.

  2. Führe
    pve8to9 --full
    aus, behebe gemeldete Warnungen, und führe es erneut aus.

Schritt 2: Repositories aktualisieren

  1. Aktualisiere dein System auf den neuesten Stand von Proxmox 8.4:

    apt update
    apt full-upgrade
  2. Ändere in /etc/apt/sources.list bzw. /etc/apt/sources.list.d/* Bookworm → Trixie:

    sed -i 's/bookworm/trixie/g' /etc/apt/sources.list
    sed -i 's/bookworm/trixie/g' /etc/apt/sources.list.d/pve-enterprise.list
  3. Füge das Repository für Proxmox VE 9 hinzu (z. B. pve-test):

    echo "deb http://download.proxmox.com/debian/pve trixie pve-test" > /etc/apt/sources.list.d/pve9.list
  4. Ergänze ggf. Ceph‑Repository, wenn du Ceph verwendest.

Schritt 3: Systemupgrade durchführen

  1. Aktualisiere Apt-Indizes:

    apt update
    apt full-upgrade -y
  2. Falls behoben: Neuere Kernel und Software (Debian Trixie + Proxmox VE 9) werden installiert. Reboot erforderlich:

    reboot

Schritt 4: Nach dem Reboot

  1. Kernel-Check: uname -r sollte auf die neue Version (6.14.x) hinweisen.

  2. Überprüfe alle Dienste und VMs/CTs.

  3. Führe nach Möglichkeit erneut pve8to9 aus, um weitere Hinweise nach dem Upgrade zu bekommen.


Besonderheiten & bekannte Fallstricke

  • Ceph‑Upgrade nötig? Wenn du Ceph von Reef (8.4) nutzt, musst du ggf. vor dem VE‑Upgrade von Reef auf Squid upgraden

  • Namensänderungen bei NICs: Der Kernel 6.14 kann neue Netzwerk-Interface-Namen verursachen. Proxmox VE 9 erlaubt die Verwendung von Aliasnamen, aber Firewall- oder Netzwerkkonfigurationen sollten überprüft werden

  • cgroup‑v1 Entfernung, GRUB Probleme bei LVM‑UEFI, NVIDIA vGPU Inkompatibilitäten – siehe Abschnitt „Known Upgrade Issues“ der offiziellen Anleitung


Upgrade ein Beispielskript (CLI)

# 1. Backup & Vorbereitung
pve8to9 --full
# 2. Repositories auf Trixie aktualisieren
sed -i 's/bookworm/trixie/g' /etc/apt/sources.list
sed -i 's/bookworm/trixie/g' /etc/apt/sources.list.d/pve-enterprise.list
echo "deb http://download.proxmox.com/debian/pve trixie pve-test" > /etc/apt/sources.list.d/pve9.list
# (optional) Ceph‑Repo ebenfalls anpassen bei Nutzung von Ceph
# 3. Upgrade
apt update
apt full-upgrade -y
# 4. Neustart
reboot
# 5. Nachbereitung
uname -r
pve8to9 --full

Läuft Ihr Linux-System manchmal etwas träge oder geht Ihnen der Speicherplatz aus? Auch wenn Linux für seine Stabilität und Effizienz bekannt ist, sammelt sich mit der Zeit digitaler Müll an. Hier kommt BleachBit ins Spiel – ein leistungsstarkes, kostenloses Open-Source-Tool, das Ihnen hilft, Ihr System gründlich zu reinigen, Speicherplatz freizugeben und Ihre Privatsphäre zu schützen.

Was ist BleachBit eigentlich?

BleachBit ist ein Systemreiniger, der entwickelt wurde, um unnötige Dateien von Ihrem Computer zu entfernen. Denken Sie an Cache-Dateien von Browsern, temporäre Dateien, Cookies, Verlaufsprotokolle und vieles mehr. Es ist für Linux und Windows verfügbar und bekannt für seine einfache Bedienung und die gründliche Reinigung. Das Beste daran? Es ist Open Source und kommt ohne Adware, Spyware oder nervige Toolbars aus.

Die wichtigsten Funktionen von BleachBit im Überblick:

  • Gründliche Systemreinigung: Entfernt Cache, Cookies, Internetverlauf, temporäre Dateien und Logdateien von einer Vielzahl von Anwendungen (Firefox, Chrome, System-Tools etc.).
  • Speicherplatz freigeben: Identifiziert und löscht überflüssige Dateien, die wertvollen Speicherplatz belegen.
  • Privatsphäre schützen: Löscht Spuren Ihrer Online-Aktivitäten und kann Dateien sicher schreddern, sodass sie nicht wiederhergestellt werden können.
  • Freien Speicherplatz überschreiben: Verhindert die Wiederherstellung bereits gelöschter Dateien durch Überschreiben des freien Speicherplatzes.
  • Anwendungsspezifische Reinigung: Bietet Reinigungsoptionen für viele gängige Linux-Anwendungen.
  • Datenbanken optimieren: Kann Datenbanken (z.B. von Firefox) „absaugen“ (vacuum), um deren Größe zu reduzieren und die Leistung zu verbessern.
  • Entfernung unnötiger Sprachpakete: Löscht nicht verwendete Lokalisierungsdateien.
  • Kommandozeilen-Unterstützung: Ermöglicht die Automatisierung von Reinigungsaufgaben über Skripte.
  • Vorschau-Funktion: Zeigt an, welche Dateien gelöscht werden und wie viel Speicherplatz freigegeben wird, bevor Sie etwas löschen.

Warum sollten Sie BleachBit unter Linux einsetzen?

Obwohl Linux-Systeme oft als weniger anfällig für „Vermüllung“ als andere Betriebssysteme gelten, gibt es gute Gründe für den Einsatz von BleachBit:

  1. Mehr Speicherplatz: Besonders auf Systemen mit begrenztem Speicher (z.B. ältere Laptops oder virtuelle Maschinen) kann das Freischaufeln von Gigabytes einen großen Unterschied machen.
  2. Verbesserte Privatsphäre: Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihre Browserdaten, Chat-Protokolle und andere private Informationen gründlich entfernt werden, ist BleachBit Ihr Freund. Die Schredder-Funktion bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene.
  3. Potenzielle Leistungsverbesserung: Durch das Entfernen von unnötigem Ballast und das Optimieren von Anwendungsdatenbanken kann sich die Reaktionsgeschwindigkeit Ihres Systems verbessern (obwohl das Neuerstellen von Caches kurzfristig auch das Gegenteil bewirken kann).

Installation von BleachBit unter Linux

Die Installation von BleachBit ist in den meisten Linux-Distributionen unkompliziert:

  1. Download: Besuchen Sie die offizielle BleachBit-Webseite und laden Sie das passende Paket für Ihre Distribution herunter (meist eine .deb-Datei für Debian/Ubuntu/Mint oder eine .rpm-Datei für Fedora/openSUSE). Es wird oft empfohlen, die Version von der Webseite zu nutzen, da diese aktueller sein kann als die in den Standard-Repositories.
  2. Installation:
    • Für Debian/Ubuntu/Mint (und ähnliche): Öffnen Sie ein Terminal und navigieren Sie in das Verzeichnis, in das Sie die .deb-Datei heruntergeladen haben. Installieren Sie es dann mit:
      Bash

      sudo dpkg -i bleachbit_*.deb
      # Falls Abhängigkeiten fehlen:
      sudo apt-get install -f
      
    • Für Fedora (und ähnliche RHEL-basierte Systeme): Öffnen Sie ein Terminal und navigieren Sie in das Verzeichnis mit der .rpm-Datei. Installieren Sie es mit:
      Bash

      sudo dnf install bleachbit-*.rpm
      # oder für ältere Systeme:
      sudo yum install bleachbit-*.rpm
      

BleachBit sollte danach in Ihrem Anwendungsmenü erscheinen.

So verwenden Sie BleachBit (mit Vorsicht!)

BleachBit ist einfach zu bedienen, aber mächtig. Gehen Sie daher sorgsam vor:

  1. Starten Sie BleachBit: Sie finden in der Regel zwei Einträge: „BleachBit“ und „BleachBit (als Administrator)“ oder „(as root)“.
    • Die normale Version reinigt Dateien in Ihrem Benutzerprofil.
    • Die Administrator-Version kann systemweite Dateien reinigen, aber nicht Ihre benutzerspezifischen Dateien.
  2. Analyse der Optionen: Auf der linken Seite sehen Sie eine Liste von Anwendungen und Systembereichen, die gereinigt werden können. Klappen Sie die Einträge auf und lesen Sie die Beschreibungen der einzelnen Optionen sorgfältig durch.
  3. Vorschau nutzen (WICHTIG!): Bevor Sie etwas löschen, wählen Sie die gewünschten Optionen aus und klicken Sie auf den „Vorschau“-Button. BleachBit zeigt Ihnen nun an, welche Dateien gelöscht würden und wie viel Speicherplatz das freigibt. Überprüfen Sie diese Liste!
  4. Reinigen: Wenn Sie mit der Vorschau zufrieden sind, klicken Sie auf den „Bereinigen“-Button. Die ausgewählten Dateien werden nun gelöscht.
  5. Anwendungen schließen: Für eine gründliche Reinigung von Anwendungsdaten (z.B. Browser-Cache) sollten die entsprechenden Anwendungen geschlossen sein, während BleachBit läuft.

Wichtige Hinweise und Warnungen:

  • Mit Bedacht einsetzen: BleachBit ist ein mächtiges Werkzeug. Wenn Sie unsicher sind, was eine Option bewirkt, lassen Sie sie lieber deaktiviert. Ein falscher Klick kann potenziell wichtige Daten löschen oder dazu führen, dass Anwendungen Einstellungen „vergessen“.
  • Kein Allheilmittel für Performance: Während das Freigeben von Speicherplatz und das Entfernen von Datenmüll helfen kann, ist BleachBit kein magisches Werkzeug, das jedes Performance-Problem löst. Das Löschen von Caches kann beispielsweise dazu führen, dass Anwendungen diese beim nächsten Start neu aufbauen müssen, was kurzzeitig die Geschwindigkeit verringern kann.
  • Backups sind Ihr Freund: Bevor Sie größere Reinigungsaktionen durchführen, stellen Sie sicher, dass Sie wichtige Daten gesichert haben.

BleachBit ist ein wertvolles Werkzeug für Linux-Nutzer, die ihren Festplattenspeicher optimieren, ihre Privatsphäre schützen und digitalen Ballast loswerden möchten. Durch seine klare Oberfläche und die hilfreiche Vorschau-Funktion können Sie gezielt aufräumen. Denken Sie jedoch immer daran, es mit Bedacht und Vorsicht zu verwenden.

Mit der neuesten Entwicklung rund um Proxmox VE (Virtual Environment) wird der Weg frei für eine neue Leistungsklasse bei der Virtualisierung: Die Integration von NVIDIA vGPU (virtual GPU) ermöglicht es nun, Grafikkartenressourcen effizient auf mehrere virtuelle Maschinen (VMs) zu verteilen – ideal für anspruchsvolle Anwendungen wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML) oder grafikintensive virtuelle Workstations.


Was ist NVIDIA vGPU?

NVIDIA vGPU steht für „virtual GPU“ – eine Technologie, die physische GPUs in mehrere virtuelle Instanzen aufteilt. Jede dieser Instanzen kann einer VM zugewiesen werden und bietet so dedizierte Grafikleistung ohne den Overhead klassischer GPU-Passthrough-Lösungen. Die vGPU-Treiber und das Lizenzmodell von NVIDIA erlauben je nach Bedarf verschiedene Profile – von einfachen Grafikbeschleunigern bis hin zu hochperformanten CUDA-Workloads.


Proxmox VE und GPU-Virtualisierung

Proxmox VE, eine leistungsfähige Open-Source-Plattform für Servervirtualisierung auf Basis von KVM und LXC, unterstützt nun offiziell NVIDIA vGPU in Kombination mit kompatiblen NVIDIA-Karten (z. B. A100, A10, RTX A6000) und entsprechender GRID-Lizenz.

Vorteile im Überblick:

  • Effiziente Ressourcennutzung: Eine GPU – mehrere Nutzer
  • Höhere Dichte: Mehr VMs pro Host, ohne Leistungsverlust
  • Skalierbarkeit: Ideal für Forschung, Entwicklung oder CAD-Workstations
  • Niedrige Latenz: Nahezu native Performance für grafikintensive Aufgaben

Anwendungsszenarien

Die Kombination aus Proxmox VE und NVIDIA vGPU eröffnet neue Möglichkeiten:

  • KI- und ML-Training: Schnelles Training neuronaler Netze auf virtuellen Instanzen mit GPU-Beschleunigung
  • Entwicklung und Simulation: Entwickler können individuelle GPU-Profile nutzen, ohne dedizierte Hardware
  • Virtuelle CAD-Workstations: Designer profitieren von performanten Remote-Desktops mit hoher Grafikleistung
  • Wissenschaftliche Rechenzentren: Flexible Zuweisung von Rechenressourcen an Forschungsgruppen

Voraussetzungen und Einrichtung

Um NVIDIA vGPU mit Proxmox VE zu nutzen, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Kompatible NVIDIA-GPU (z. B. A-Serie, RTX Enterprise)
  • NVIDIA vGPU Software + Lizenz (erhältlich über NVIDIA Partner)
  • Aktuelle Proxmox VE Version
  • Linux-Kernel-Kompatibilität (ggf. Anpassung notwendig)
  • vGPU Manager auf dem Hostsystem

Eine detaillierte Anleitung zur Einrichtung findet sich in der offiziellen Proxmox-Dokumentation oder direkt bei NVIDIA.

Mit der Unterstützung für NVIDIA vGPU wird Proxmox VE zur echten Alternative für professionelle Virtualisierungsumgebungen mit hohem Grafik- oder Rechenbedarf. Ob in Forschung, Entwicklung oder kreativen Bereichen – GPU-Virtualisierung bringt Flexibilität, Leistung und Skalierbarkeit in Einklang.

 

 

 

Proxmox Backup Server in Proxmox installieren und einrichten – mit Screenshots

Mit Proxmox Backup Server (PBS) sicherst du deine virtuellen Maschinen (VMs) und Container effizient und dedupliziert. Die Integration in Proxmox VE ist nahtlos – ideal für Homelab und professionelle Setups.

In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du PBS in einer VM installierst und mit deinem Proxmox-Cluster verbindest. Screenshots helfen dir dabei, keinen Schritt zu übersehen.


Voraussetzungen

  • Proxmox VE installiert

  • ISO-Image von Proxmox Backup Server

  • Mindestens 2 vCPUs, 2–4 GB RAM, 32 GB HDD für PBS

  • Separate Festplatte/Datenspeicher für Backups empfohlen


Schritt 1: PBS ISO herunterladen und VM vorbereiten

  1. Lade das ISO-Image von https://www.proxmox.com/en/downloads.

  2. Lade es in deine Proxmox VE-Maschine hoch (z. B. unter „local (storage)“ > ISO Images > Upload).

Screenshot-Tipp: ISO-Upload-Dialog in Proxmox zeigen.

  1. Erstelle eine neue VM in Proxmox:

    • Name: pbs

    • OS: „Do not use any media“ → dann ISO manuell auswählen

    • CPU: 2 Cores

    • RAM: 2048–4096 MB

    • Disk 1: 32 GB (System)

    • Disk 2: optional (z. B. 500 GB, für Backups)

    • Netzwerk: Bridge auf dein internes Netz

Screenshot-Tipp: Zusammenfassung der VM-Konfiguration vor dem Erstellen.


Schritt 2: Proxmox Backup Server installieren

  1. Starte die VM mit dem ISO.

  2. Wähle „Install Proxmox Backup Server“ im Bootmenü.

  3. Folge dem Installationsassistenten:

    • Sprache, Tastaturlayout, Zeitzone

    • Festplatte auswählen (Systemdisk)

    • Passwort und Email für Root-Benutzer

    • Netzwerk konfigurieren (DHCP oder statisch)

Nach Abschluss: Neustarten und Webinterface aufrufen:

https://<PBS-IP>:8007


Schritt 3: Webinterface & Storage einrichten

Melde dich mit dem Root-Zugang an.

  1. Gehe zu Datastore > Add

    • Name: backup01

    • Directory: z. B. /mnt/data

Optional: Füge eine zusätzliche Festplatte über Proxmox hinzu und mounte sie z. B. als /mnt/data.

Schritt 4: PBS mit Proxmox VE verbinden

  1. Öffne dein Proxmox VE Interface.

  2. Gehe zu Datacenter > Storage > Add > Proxmox Backup Server.

  3. Trage folgendes ein:

    • ID: pbs-backup

    • Server: IP oder DNS von PBS

    • Datastore: backup01

    • Username: root@pam

    • Password oder API Token (optional)

  1. Backup-Modus auf „stop“ , hiermit erzielt man eher ein sicheres Backup, Modus snapshot ist sonst hier (standard).

  2. Speichern – Verbindung sollte sofort aktiv sein.


Schritt 5: Backup-Job erstellen

  1. In Proxmox VE:

    Datacenter > Backup > Add

  2. Wähle:

    • Storage: pbs-backup

    • Auswahl: Container/VMs oder ganze Gruppen

    • Schedule: z. B. täglich 03:00

    • Mode: snapshot / stop / suspend

    • Compression: zstd

    • Encryption Key: optional


Schritt 6: Restore testen

  1. Gehe zu Storage > pbs-backup > Content

  2. Klicke auf ein Backup und wähle „Restore“

    • Direkt wiederherstellen oder in neue VM-ID


Fazit

Mit Proxmox Backup Server bekommst du ein leistungsstarkes, sicheres und extrem effizientes Backup-System – perfekt für VMs, Container und sogar Dateien. Die Kombination aus Deduplizierung, Verschlüsselung und einfacher Integration macht PBS zu einem Muss für jedes Proxmox-Setup.


Paperless-AI ist ein Dokumentenmanagementsystem mit integrierter KI – ideal für alle, die Dokumente nicht nur digitalisieren, sondern auch intelligent auswerten lassen wollen. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du Paperless-AI sauber und einfach in einem Proxmox LXC-Container installierst.


Voraussetzungen

  • Proxmox VE 7 oder 8

  • Ubuntu 22.04 LXC-Container

  • Mind. 2–4 GB RAM

  • 1–2 CPU-Kerne

  • Docker & Docker Compose

  • OpenAI API Key (optional, für KI-Funktionen)


Schritt 1: LXC-Container anlegen

Erstelle im Proxmox Webinterface einen neuen Container:

  • Template: ubuntu-22.04-standard

  • Hostname: paperlessai

  • RAM: mind. 2–4 GB

  • CPU: 1–2 Kerne

  • Festplatte: 10–20 GB (je nach Dokumentenmenge)

  • Netzwerk: statische IP oder DHCP

Wichtig:

Aktiviere unter “Options” die Features nesting und fuse.

Schritt 2: Container vorbereiten

Per Shell oder SSH:

apt update && apt upgrade -y
apt install -y curl wget git docker.io docker-compose
systemctl enable docker
systemctl start docker

Schritt 3: Paperless-AI klonen & konfigurieren

git clone https://github.com/paperless-ai/paperless-ai.git /opt/paperless-ai
cd /opt/paperless-ai

Kopiere die Beispiel-Konfiguration:

cp .env.template .env

Bearbeite .env und trage z. B. deinen OpenAI API-Key ein:

OPENAI_API_KEY=sk-...
PAPERLESS_TIME_ZONE=Europe/Berlin

Optional kannst du auch HuggingFace oder andere Modelle einbinden.


Schritt 4: Container starten

docker compose up -d

Der Start dauert beim ersten Mal ein paar Minuten.

Danach erreichst du Paperless-AI über:

http://<IP_DES_CONTAINERS>:8000

Erstkonfiguration

Erster Benutzer:

docker compose exec web python3 manage.py createsuperuser

Dann einloggen und das Dashboard erkunden.


Dokumente hochladen

Dokumente kannst du via Web-UI oder in den Ordner /opt/paperless-ai/data/consume/ hochladen:

scp rechnung.pdf root@<IP>:/opt/paperless-ai/data/consume/

Die Dokumente werden automatisch verarbeitet und mit Hilfe der KI ausgewertet (z. B. Felder wie Rechnungsnummer, Absender, Betrag usw.).

Updates & Wartung

Update auf neueste Version:

cd /opt/paperless-ai
git pull
docker compose pull
docker compose up -d

Logs ansehen:

docker compose logs -f

Fazit

Mit Paperless-AI kombinierst du OCR und KI-basierte Analyse in einem System – ideal für Selbstständige, IT-affine Nutzer oder kleine Büros. In Proxmox als LXC läuft es besonders ressourcenschonend und stabil. Damit erweitert man den Paperless-NGX um AI Funktionen mit OpenAI oder Local mit Ollama einfach nutzen.

Homepage / Download Entwickler: https://github.com/clusterzx/paperless-ai

 

Du möchtest dein Dokumentenmanagement mit Paperless-ngx selbst hosten? In diesem Tutorial zeige ich dir, wie du Paperless-ngx in einem LXC-Container auf Proxmox VE installierst – schlank, performant und vollständig unter deiner Kontrolle.


Voraussetzungen

  • Proxmox VE (7.x oder 8.x)

  • Root-Zugriff auf den Server

  • Container-Template: Ubuntu 22.04 empfohlen

  • mind. 2 GB RAM & 1 CPU-Kern

  • Optional: externes NAS oder Verzeichnis für Dokumente


Schritt 1: LXC-Container erstellen

Im Proxmox Webinterface:

  1. Neuen CT anlegen

  2. Template: ubuntu-22.04-standard_*.tar.zst

  3. Hostname: paperless

  4. CPU: mind. 1 Core

  5. RAM: mind. 2048 MB (mehr bei vielen Dokumenten)

  6. Netzwerk: statische IP oder DHCP

  7. Festplatte: 10–20 GB (je nach Nutzung)

⚠️ Aktiviere unter “Options” → “Features”:

  • Nesting

  • Fuse


Schritt 2: Container starten & vorbereiten

Per Konsole oder SSH verbinden:

apt update && apt upgrade -y
apt install -y curl wget git docker.io docker-compose

Docker aktivieren:

systemctl enable docker
systemctl start docker

Optional neuen User anlegen:

adduser paperless
usermod -aG docker paperless

Schritt 3: Paperless-ngx via Docker Compose installieren

Wechsle in ein passendes Verzeichnis:

mkdir -p /opt/paperless
cd /opt/paperless

Beispiel docker-compose.yml:

version: "3.4"

services:
  broker:
    image: redis:7
    restart: always

  db:
    image: postgres:15
    environment:
      POSTGRES_DB: paperless
      POSTGRES_USER: paperless
      POSTGRES_PASSWORD: paperless
    volumes:
      - db_data:/var/lib/postgresql/data
    restart: always

  paperless:
    image: ghcr.io/paperless-ngx/paperless-ngx:latest
    restart: always
    ports:
      - 8000:8000
    environment:
      PAPERLESS_REDIS: redis://broker:6379
      PAPERLESS_DBHOST: db
      PAPERLESS_DBNAME: paperless
      PAPERLESS_DBUSER: paperless
      PAPERLESS_DBPASS: paperless
    volumes:
      - data:/usr/src/paperless/data
      - media:/usr/src/paperless/media
      - export:/usr/src/paperless/export
      - consume:/usr/src/paperless/consume
    depends_on:
      - db
      - broker

volumes:
  data:
  media:
  export:
  consume:
  db_data:

Dann starten:

docker compose up -d

Schritt 4: Paperless-ngx aufrufen & einrichten

Nach ein paar Sekunden erreichst du Paperless im Browser:

http://<IP_DES_CONTAINERS>:8000

Erster Login:

Benutzername: admin

Passwort: admin (wird beim ersten Start generiert, ggf. selbst setzen!)

Du kannst auch via ENV-Variablen eigene Benutzer beim ersten Start anlegen – siehe die Paperless-ngx Dokumentation.


Schritt 5: Dokumente ablegen und verarbeiten

Lade PDFs in das Verzeichnis consume/, z. B.:

scp dokument.pdf root@<IP>:/opt/paperless/consume/

Paperless importiert sie automatisch und erstellt OCR-Texte.

 


Dokumententypen

 


Updates & Neustart

Zum Aktualisieren:

cd /opt/paperless
docker compose pull
docker compose up -d

Logs prüfen:

docker compose logs -f

Fazit

Mit dieser Anleitung hast du in wenigen Minuten ein leistungsfähiges, selbst gehostetes DMS am Start – ganz ohne schwerfällige Server oder VMs. Paperless-ngx ist leichtgewichtig, OCR-fähig und perfekt für Homelab oder kleine Unternehmen.